Puno

​Wir erreichen Puno nach einer mehrstündigen Fahrt in einem fast leeren Bus. Mittlerweile ist es für uns Routine, dass große Überlandbusse die schnellsten Fahrzeuge auf den Straßen sind. Als erstes brauchen wir Geld vom Automaten, bevor wir ein Hostel suchen können. Doch schon im Bus versucht man uns eine Unterkunft aufzuschwatzen. Auch am Busbahnhof lauern schon die Tourenanbieter auf uns. Sie sind dreist und nervig, aber das kennt man ja in schwächerer Form. Am Ende landen wir in einem Taxi, in dem uns ein Fernando zum Gran Puno Inn bringt. Wir zahlen 50 Soles (13 Euro) inklusive Frühstück zur Enttäuschung des Hotelbesitzers und auch Fernando muss ohne eine Tour zu verkaufen nach Hause gehen. 

Am nächsten Tag schauen wir uns ein wenig in Puno um. Die Innenstadt ist sauber und schön, genauso wie die Kirche am Plaza de Armas. Um das Zentrum herum, das altbekannte Bild aus gedrängten, dreckigen Straßen. Etwas ist doch anders als in Bolivien. Zum Beispiel ist der Markt sortiert nach Gemüse, Obst,  Fleisch, Geflügel, etc.. Am Nachmittag geht es dann ohne Tour nach Los Uros. Dabei handelt es sich um ein Volk, dass auf dem Titicacasee lebt. Es macht sich dabei die schwimmende Eigenschaft der Schilfwurzeln zu Nutze, um schwimmende Inseln zu bauen. Um die 90 dieser Inseln bilden ein ganzes Dorf. Die Ingenieurskunst und das enge Zusammenleben mit der Natur (mittlerweile gibt es sogar Solarenergie) ist beeindruckend. Doch auch sie leben lediglich vom Tourismus und schicken sogar ihre Kinder auf die Boote zum bettelnden Singen.
Den Rest des Tages und auch nächsten Tag verbringen wir im Hotel, denn wir sind einfach platt. Vielleicht sind es aber auch die Folgen eines Sonnenstichs.
Tagsdrauf geht es dann aber an die Ostseite des Sees, wo wir eine Welt erwarten die nicht vom Tourismus geprägt ist. Zuvor müssen wir noch Benzin für den Kocher kaufen. Auf der Suche nach der Tankstelle versucht uns dann ein anfänglich hilfsbereiter Mann einen halben Liter zum Preis einer Galone zu verkaufen. Wir lehnen ab und finden kurz darauf die Tankstelle mit dem unkomplizierten Tankwart…

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