Arequipa

​Nach einer fast halbtägigen und teilweise abenteuerlichen Busfahrt von Conima über Juliaca, erreichen wir Arequipa. Mittlerweile ist Hochsaison, so dass wir nicht mehr ganz so frei in unserer Hostelwahl sind wie erwartet. Doch wir finden mit Los Andes ein sehr schönes Hostel im Zentrum. Hier gibt es Duschen mit dauerhaft heißem Wasser und ordentlich Druck auf der Leitung. Außerdem werden morgens sogar echte französische Croissants für einen guten Zweck verkauft. Die Bäckerei Rayo del Sol (www.facebook.com/PanaderiaFrancesaRayoDeSol/) unterstützt mit dem Erlös eine Schule in den Slums von Arequipa. 

Am ersten Tag in Arequipa machen wir uns einen Überblick über die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Am Vormittag des zweiten Tages geht es zum Wildwasserrafting im Rio Chilli mit Stromschnellen bis zur Stufe 4, was auch immer das bedeuten soll. Am Nachmittag laufen wir mit einer Free Tour durch die Stadt. Vor allem die Gebäude und Kirchen sind sehr interessant, deren Verzierungen geschickt christliche mit teilweise damals verbotenen indigenen Symbolen verheiraten. Ganz bizarr wird es jedoch, als wir in einem Laden eine Frau mit ihrem Kind quasi ausgestellt sehen, während sie sehr aufwendig mit der Hand webt. Wir fühlen uns wie in einem menschlichen Zoo. Es dauert ein wenig bis wir verstehen, dass die Frau glücklich ist dort einmalig für 30 Tage zu arbeiten, denn dies ist Teil einer Vereinbarung zum Schutz der indigenen Lebensweise ihrer Region in dieser kapitalistischen Welt. Anderen Ureinwohnern geht es dabei viel schlechter, da ihnen und ihren Kindern oft nur das Leben auf den Straßen der modernen Städte bleibt, um sich dort als Schuhputzer oder Ramschverkäufer zu verdingen.
Den Morgen des nächsten Tages verbringen wir mit den Pferden Nacho und Nera. Es ist mein erster Ausritt, während Kai schnell ihre in Snåsa gewonnenen Fähigkeiten reaktiviert. Am Nachmittag besuchen wir noch ein sehr spannendes Museum zum Thema Opferungen von adligen Kindern im Inka-Reich, deren Körper aufgrund der eiskalten Temperaturen auf den Gletschern noch sehr gut erhalten sind. So lernen wir heute Juanita kennen. Beim Abendessen probieren wir lokale Köstlichkeiten, die man bei uns eher als Haustier kennt. Doch wir halten fest einfach zu wenig dran an so einem Meerschweinchen.

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2 Antworten zu Arequipa

  1. Barbara Griebel sagt:

    Hei, da hab ich ja was Feines entdeckt: Ich kann ja mit einem Kommentar Kontakt zu euch aufnehmen! 🙂 Daruf hätte ich ja auch schon eher kommen können!
    Wahrscheinlich halte ich mich mit mütterlichen Anmerkungen besser zurück, sonst oute ich mich ja sofort als uncoole Bedenkenträgerin.
    Deshalb für’s erste: Die Pferde sind aber klein! Eher Ponys, oder? Die Fotos sind wieder einmal sehr schön und vermitteln den Eindruck, dass ihr das Beste aus eurer Zeit in Südamerika macht! Heute Abend werden wir ein Butterbrot auf euer Wohl essen und an euch denken. Erst bei näherer Betrachtung erkenne ich die Physis des Meerschweinchens, wenn das ganz vorn tatsächlich der Kopf mit den Augen ist, sieht eher aus wie ein großer Maulwurf-Albino. Da ist nicht viel dran, aber wie schmeckt das?
    So, das reicht für mein Debüt, mal sehen, wie sich das entwickelt.

  2. Mischa sagt:

    Die Pferde sind laut Kais Aussage normal groß. Zur Physis des Meerschweinchens: der Unterkiefer ist längs aufgeschnitten und dann umgeklappt. Die beiden Dinger, die wie Krallen aussehen am Rand sind also die Schneidezähne. Schmeckt ein wenig wie Kaninchen ansonsten nach frittierte Haut.

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